
Für 54 Prozent der Menschen in Deutschland ist Umwelt- und Klimaschutz sehr wichtig. Das zeigt die Umweltbewusstseinsstudie 2024 des Umweltbundesamtes. Gleichzeitig ist dieser Wert deutlich gesunken, 2020 lag er noch bei 65 Prozent. Genau deshalb zählt, was jede und jeder Einzelne tut. Eine nachhaltige Lebensweise beginnt nicht mit dem perfekten Plan, sondern mit der ersten neuen Gewohnheit. Hier findest Du 25 Tipps für einen nachhaltigen Alltag: von Ernährung über Mobilität und Wohnen bis zu Konsum und Finanzen. Du musst nicht perfekt sein, fang einfach an!
Was bedeutet eine nachhaltige Lebensweise?
Eine nachhaltige Lebensweise bedeutet, nicht mehr Ressourcen zu verbrauchen, als langfristig verfügbar sind, und dabei soziale Verantwortung zu übernehmen. In Deutschland verursacht jede Person im Schnitt rund 10,4 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr. Klimaverträglich wären laut Umweltbundesamt deutlich unter einer Tonne. Nachhaltig leben heißt also vor allem: den eigenen ökologischen Fußabdruck Schritt für Schritt verkleinern.
Klimawandel, Luftverschmutzung, Welthunger und Wasserknappheit gehören zu den drängenden globalen Problemen. Die Ursache liegt darin, dass wir mehr Ressourcen verbrauchen, als langfristig vorhanden sind. Wir leben damit auf Kosten der Umwelt und zu Lasten ärmerer Bevölkerungen. Wie groß die Spannbreite dabei ist, zeigt sich schon innerhalb Deutschlands: Die klimafreundlichsten zehn Prozent kommen auf etwa 7 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr, die zehn Prozent mit dem höchsten Fußabdruck auf 17,7 Tonnen.
Der ökologische Fußabdruck gibt an, wie viele Rohstoffe wir verbrauchen und wie viele Schadstoffe wir mit unserem Konsum verursachen. Wie und was Du einkaufst, wie Du verreist, arbeitest oder Deine Freizeit gestaltest, all das zahlt darauf ein. Das Global Footprint Network macht diese Unterschiede weltweit sichtbar.
Nachhaltig bedeutet aber nicht nur umweltschonend, sondern auch sozial verträglich. Also zum Beispiel Produkte zu kaufen, die Menschen unter fairen Bedingungen hergestellt haben. Nachhaltiger leben meint, Deinen Fußabdruck möglichst klein zu halten und soziale Verantwortung zu übernehmen. Unsere 25 Tipps helfen Dir dabei. Viel Spaß!
Nachhaltigkeit im Alltag: 7 Tipps rund ums Essen
Die Ernährung verursacht rund 15 Prozent des durchschnittlichen CO2-Fußabdrucks in Deutschland. Den größten Unterschied machen drei Gewohnheiten: weniger tierische Produkte, regional und saisonal einkaufen, weniger Lebensmittel wegwerfen. Diese drei allein senken Deinen Fußabdruck spürbar, ohne dass Du Deinen Alltag komplett umstellen musst.
1. Ernähre Dich wenn möglich vegetarisch
Rund 15 Prozent der jährlichen Treibhausgasemissionen einer Person in Deutschland entfallen laut Umweltbundesamt auf die Ernährung. Der Löwenanteil davon geht auf tierische Lebensmittel zurück. Bei ihrer Produktion wird sehr viel Wasser benötigt, Grundwasser mit Gülle belastet und für den Futteranbau wertvolle Fläche verbraucht. Hinzu kommen die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie und die Frage der industriellen Massentierhaltung. Die wirksamste Einzelmaßnahme lautet deshalb: weniger tierische Lebensmittel.
2. Kaufe regionale Produkte
Durch Transporte per LKW, Schiff oder Flugzeug fällt der Fußabdruck vieler Lebensmittel schlecht aus. Mangos und Ananas wachsen nun einmal nicht in Deutschland. Bei Erdbeeren, Tomaten oder Äpfeln geht es dagegen problemlos regional. Verpackte und unverpackte Lebensmittel sind heute so gekennzeichnet, dass Du das Herkunftsland erkennst. Auf dem Wochenmarkt kaufst Du direkt bei Erzeugern aus der Region. In vielen Städten gibt es außerdem Marktschwärmer: Du bestellst online und holst die Produkte verschiedener Anbieter an einer Sammelstelle ab. Auch Frischeboxen liefern Regionales nach Hause, oft mit Rezepten für Gemüsesorten, die Du noch nicht kennst. Du trinkst gerne Saft? Naturtrüber Apfelsaft von Streuobstwiesen hat weniger Kilometer auf dem Buckel als Orangensaftkonzentrat aus Brasilien, und heimische Streuobstwiesen sind ein Tummelplatz für Insekten und Vögel.
3. Achte auf saisonale Lebensmittel
Saisonale Lebensmittel haben deutlich kürzere Transportwege hinter sich und sind deshalb klimafreundlicher und meist preiswerter. Im Netz findest Du Saisonkalender für jeden Monat. Und die Kochzeitschriften an der Ladenkasse zeigen auf ihren Titelseiten ohnehin gerne die Highlights der Saison.
4. Trink Leitungswasser statt abgefülltem Wasser
Leitungswasser wird streng überwacht und ist gesundheitlich unbedenklich. Es ist kalt, frisch, fast kostenlos und immer verfügbar. Du brauchst keine Kästen zu schleppen, keine Plastikflaschen zu kaufen, keine Pfandflaschen zurückzubringen. Ein Spritzer Zitrone, Sirup oder Saft bringt Geschmack ins Wasser, Sprudelmaschinen sorgen für Kohlensäure.
5. Plane Deinen Einkauf und rette Lebensmittel
In Deutschland landen jedes Jahr rund 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. 58 Prozent davon entstehen in privaten Haushalten, das sind 74,5 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Bis 2030 sollen Handel, Gastronomie und Haushalte diese Menge EU-weit um 30 Prozent senken. Mit einem Einkaufszettel kaufst Du, was Du wirklich brauchst, und ein Blick in die Vorräte vorher hilft zusätzlich. Große Mengen sind oft billiger, aber wenn Du zu viel wegwerfen musst, hast Du nichts gespart. Du weißt nicht, was Du mit zwei Möhren, einer Stange Lauch und Schafskäse anfangen sollst? Gib die Reste in die Suchmaschine ein, dann bekommst Du Rezepte mit genau diesen Zutaten. Bei Foodsharing-Initiativen kannst Du außerdem Lebensmittel vor dem Wegwerfen retten und lernst nebenbei neue Leute kennen.
6. Greif zu bio und fair
Nachhaltigkeit umfasst neben Ökologie auch soziale Verantwortung. Fair hergestellte Lebensmittel wie Kaffee, Saft oder Schokolade sorgen dafür, dass mehr Geld bei den Erzeugerinnen und Erzeugern landet. Kaufst Du bio, verringerst Du Deinen Fußabdruck und stärkst eine umweltschonende Lebensmittelherstellung.
7. Koche öfter selbst
Fertiggerichte, Lieferdienste und To-go-Portionen bringen doppelte Belastung mit sich, durch aufwendige Verarbeitung und durch Verpackung. Wenn Du selbst kochst, entscheidest Du über Zutaten, Herkunft und Menge. Plane feste Kochtage in der Woche und koche direkt für zwei Mahlzeiten. Das spart Verpackung, Energie und Geld. Reste im Glas statt in Alufolie halten sich im Kühlschrank problemlos mehrere Tage.
Nachhaltige Mobilität: 3 Tipps für unterwegs
Mobilität macht rund 19 Prozent des durchschnittlichen CO2-Fußabdrucks aus. Kein Verkehrsmittel belastet das Klima dabei so stark wie das Flugzeug. Wer seltener fliegt, öfter Bahn und Nahverkehr nutzt und kurze Wege mit dem Rad zurücklegt, spart mehr CO2 als mit fast jeder anderen Einzelentscheidung im Alltag.
8. Weniger fliegen: Alpen statt Anden
Du ahnst es, Du weißt es: Mit Flugreisen katapultierst Du Deinen Fußabdruck in Richtung XXL. Der globale Flugverkehr ist seit 1990 stark gewachsen und liegt heute wieder über dem Niveau vor der Pandemie. Flugreisen sind auch deshalb so billig, weil Umweltschäden nicht eingepreist sind und Kerosin im internationalen Flugverkehr unbesteuert bleibt, anders als Energie im Bahn- und Autoverkehr. Überlege, wie häufig Du auf Flüge verzichten kannst. Vielleicht fährst Du zum Klettern mit der Bahn in die Alpen statt zum Trekking in die Anden. Oder Du tauschst den spontanen Städtetrip gegen eine Fahrradtour entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Wenn es doch ein Flug sein muss, kannst Du Deinen CO2-Ausstoß mit einem freiwilligen Beitrag kompensieren.
9. Fahrrad statt Auto und spritsparend fahren
Wenn Du ein Auto anschaffen willst, lohnt der Blick auf zwei Werte: den realen Verbrauch statt der Herstellerangabe und das Fahrzeuggewicht. Beides entscheidet mehr über die Bilanz als die Antriebsart allein. Ein schweres Elektro-SUV kann schlechter abschneiden als ein kleiner, effizienter Verbrenner.
10. Nutze den Nahverkehr konsequent
Mit dem Deutschlandticket ist der öffentliche Nahverkehr bundesweit deutlich einfacher planbar geworden. Für Pendelstrecken lohnt sich der Vergleich fast immer, gerade wenn Parkgebühren und Spritkosten mitgerechnet werden. Und wenn der Bus einmal nicht passt: Kurze Wege unter fünf Kilometern lassen sich in fast jeder Stadt schneller mit dem Rad zurücklegen als mit dem Auto.
Home sweet home: 7 Tipps für nachhaltiges Leben zuhause
Wohnen und Strom verursachen zusammen rund 27 Prozent des CO2-Fußabdrucks und sind damit der größte Posten im Haushalt. Die wirksamsten Hebel sind Heizung und Warmwasser, gefolgt von Ökostrom und langlebigen Geräten. Kleine Gewohnheiten wie Stoßlüften, volle Waschmaschinen und Öko-Programme summieren sich über das Jahr deutlich.
11. Stopp die Stromfresser
Backofen, Waschmaschine, Spülmaschine, Kühlschrank, Staubsauger und alle anderen Elektrogeräte verbrauchen schon bei der Herstellung Ressourcen und in der Nutzung Energie. Bevor Du ein neues Gerät anschaffst, prüfe, ob Du es gebraucht kaufen oder mit jemandem teilen kannst. Bei Neugeräten lohnt der Blick auf das Energielabel. Wenn Du den Computer länger als fünf Minuten nicht benutzt, schalte ihn aus statt in den Stand-by. Und tausche verbliebene Glüh- und Energiesparlampen gegen LEDs, das spart auf Dauer Strom und Geld.
12. Clever kochen und spülen
Ein Wasserkocher braucht viel Energie, spart aber trotzdem welche: Fülle nur so viel Wasser ein wie nötig und erhitze Nudelwasser vorher im Kocher statt im Topf. Auf dem Herd gehört der Deckel auf den Topf, dann kocht Wasser schneller. Nutzt Du den Backofen, dann gleich für das komplette Gericht, also nicht nur die Fischstäbchen, sondern Kartoffelecken und Gemüse gleich mit aufs Blech. Fürs Spülen gilt: Maschine richtig voll packen und Sparprogramm wählen. Von Hand spülst Du besser im Becken als unter fließendem Wasser.
13. Stoßlüften und richtig heizen
Die meisten Wohnräume werden noch mit fossilen Brennstoffen geheizt. Cleveres Heizen und Lüften verbessert Deinen Fußabdruck deshalb sofort. Stoßlüften statt gekippter Fenster und richtig eingestellte Thermostate senken den CO2-Ausstoß und Deine Nebenkostenabrechnung gleichermaßen.
14. Waschen und putzen mit weniger Chemie
Private Haushalte in Deutschland spülen jährlich große Mengen Chemikalien aus Wasch- und Reinigungsmitteln ins Abwasser, ein erheblicher Teil davon ist toxisch. Der NABU empfiehlt, auf besonders aggressive Mittel wie Rohrreiniger oder Backofensprays zu verzichten. Vier Putzmittel reichen im Alltag aus: Allzweckreiniger, Spülmittel, Badreiniger und Scheuermilch. Produkte mit dem Blauen Engel oder dem EU-Ecolabel kennzeichnen umweltverträgliche und gesundheitsschonende Varianten. Beim Waschen achte auf die richtige Dosierung, verzichte auf Weichspüler, pack die Maschine voll und wähle das Öko-Programm. Wenn Du noch einen Schritt weiter gehen willst, stelle Putzmittel und Kosmetik selbst her, für Dich, Deine WG oder Deine Familie.
15. Verbanne Mikroplastik aus Bad und Kleiderschrank
Zwei Arten von Mikroplastik verschmutzen unsere Umwelt und gefährden die gesamte Nahrungskette, vor allem in den Ozeanen. Primäres Mikroplastik sind Kunststoffteile, die beim Eintritt in die Umwelt kleiner als fünf Millimeter sind. Sie gelangen aus Kosmetik und Reinigungsmitteln, als Reifenabrieb oder als Fasern synthetischer Textilien ins Abwasser. Sekundäres Mikroplastik entsteht, wenn große Kunststoffteile wie Plastikflaschen verwittern und zerfallen. Viele herkömmliche Shampoos, Duschgels, Bodylotions, Peelings und Gesichtspflegeprodukte enthalten Mikroplastik. Beide Arten sind weder verboten noch kennzeichnungspflichtig. Ein Einkaufsführer des BUND zeigt, welche Produkte belastet sind. Mit Naturkosmetik bist Du beim Thema Mikroplastik auf der sicheren Seite.
Beim Waschen synthetischer Kleidung wie Fleecejacken oder Sporttextilien lösen sich winzige Fasern. Über das Abwasser gelangen sie ins Meer und zählen dort zu den Hauptquellen für Mikroplastik. Weil weltweit immer mehr Mode-, Outdoor- und Sportbekleidung produziert wird, steigt diese Belastung weiter. So hältst Du dagegen:
- Kaufe Kleidung aus Naturfasern wie Wolle und Baumwolle
- Wasche raue Textilien wie Jeans nicht zusammen mit Fleece, weil dabei viel mechanische Reibung entsteht
- Pack die Waschmaschine richtig voll, dann lösen sich weniger Fasern
- Wasche Kunstfasern etwas kälter
- Wasche Flecken einzeln aus, statt das ganze Kleidungsstück in die Maschine zu geben
- Wenn etwas nur riecht, hilft oft Lüften statt Waschen
16. Reduziere Plastikmüll
Plastikverpackungen begegnen uns überall, von Lebensmitteln über Spielwaren bis zu Kosmetik und Elektronik. Kaufe möglichst unverpackt ein, zum Beispiel im Unverpackt-Laden. Wo es sich nicht vermeiden lässt, entsorge Plastik direkt beim Einkauf in den gelben Behältern der Geschäfte oder zuhause in der gelben Tonne. Bei Verpackungen für Flüssiges lohnt der Blick auf Blauer Engel oder EU-Ecolabel. Nutze Nachfüllprodukte und Konzentrate. Und statt Duschgel und Shampoo in Plastikflaschen verkleinern Seifenstücke in Pappschachteln Deinen Fußabdruck.
17. Spare Warmwasser
Warmwasser ist nach der Heizung der zweitgrößte Energieposten im Haushalt. Ein Sparduschkopf halbiert den Durchfluss, ohne dass Du weniger Komfort hast. Kürzer duschen statt baden spart zusätzlich. Und beim Händewaschen reicht kaltes Wasser fast immer aus, denn die Seife übernimmt die Arbeit, nicht die Temperatur.
Kaufen, Teilen, Reparieren: 4 Tipps für nachhaltigen Konsum
Sonstiger Konsum ist mit rund 2,9 Tonnen CO2 pro Jahr der größte Einzelposten im deutschen Fußabdruck, noch vor Wohnen und Mobilität. Dazu zählen Kleidung, Elektronik und Freizeitprodukte. Am wirksamsten ist deshalb nicht das nachhaltigere Produkt, sondern die Entscheidung, seltener neu zu kaufen, zu reparieren und zu teilen.
Viele unserer Tipps sorgen dafür, die Auswirkungen einzelner Tätigkeiten möglichst gering zu halten: Sprit sparen, regional einkaufen, zu Produkten mit Ökosiegel greifen. Noch effektiver ist es, den Konsum grundsätzlich zu hinterfragen. Brauche ich wirklich einen neuen Bildschirm, eine neue Outdoorjacke, Gartenstühle, Jeans und einen Sandwich-Maker?
18. Kaufe weniger Neues
Wer weniger kauft, hilft mit, die Müllberge an Elektroschrott, Plastik und Textilien zu reduzieren. Dir ist wichtig, dass Mitarbeitende fair bezahlt werden? Dann lohnt die Frage, bei wem Du online bestellst oder vor Ort einkaufst. Und ein Blick in Kleinanzeigen oder Online-Communities zeigt oft, dass es das Gesuchte auch gebraucht gibt.
19. Repariere defekte Geräte
Zum Neukauf gibt es fast immer eine Alternative. In vielen Städten helfen Repair-Cafés dabei, Fahrrad, Computer oder Kleingeräte wieder flottzubekommen. Menschen bringen dort ihr Know-how ein, und Du lernst nebenbei, wie Deine Geräte eigentlich funktionieren.
20. Teilen verbindet
Durch die Digitalisierung ist Sharing deutlich einfacher geworden. Für Carsharing gibt es inzwischen viele Formen und Anbieter. Auch das klassische Teilen hat Vorteile, denn nicht jeder braucht einen eigenen Staubsauger, Rasenmäher oder eine Bohrmaschine. Du schonst die Umwelt und triffst Menschen aus Deiner Nachbarschaft.
21. Kaufe refurbished statt neu
Bei Smartphones, Laptops und Haushaltsgeräten entsteht der größte Teil der Emissionen bereits bei der Herstellung. Generalüberholte Geräte mit Garantie kosten deutlich weniger und sparen genau diesen Herstellungsaufwand. Seit der EU-Richtlinie zum Recht auf Reparatur müssen Hersteller zudem länger Ersatzteile bereitstellen. Ein defektes Gerät ist heute seltener ein Totalverlust als noch vor wenigen Jahren.
4 Tipps für Arbeit, Energie und Finanzen
Auch Studium, Büro und Bankkonto haben einen Fußabdruck. Ökostrom, weniger Papier, bewusste Nutzung digitaler Dienste und eine Bank mit ökologischen Anlagekriterien wirken oft stärker als viele kleine Alltagsentscheidungen. Vor allem Geldanlagen bewegen große Summen und damit auch große Emissionen.
22. Wechsel zu Ökostrom
Deinen Fußabdruck verbesserst Du spürbar, indem Du beim Strom auf erneuerbare Energien umsteigst. Über Vergleichsportale findest Du passende Anbieter, und der Wechsel selbst dauert meist nur wenige Minuten.
23. Arbeite nachhaltiger im Büro und an der Hochschule
Spare Papier und drucke so wenig wie möglich, und nutze Recyclingpapier für Drucker und Notizen. Richte Deinen Rechner so ein, dass er nach wenigen Minuten in den Energiesparmodus wechselt, und schalte ihn ganz aus, wenn Du ihn länger nicht brauchst. Das gilt im Job genauso wie im Studium.
24. Denk digitale Nachhaltigkeit mit
Rechenzentren verbrauchen viel Strom, und mit KI-Anwendungen steigt der Bedarf weiter. Kleine Gewohnheiten helfen: Musik und Serien, die Du oft hörst oder siehst, herunterladen statt jedes Mal neu streamen. Videoqualität am Handy reduzieren, weil der Unterschied auf kleinen Displays kaum sichtbar ist. Alte Cloud-Ordner und Fotodubletten regelmäßig löschen.
25. Hör beim Thema Geld nicht auf
Nachhaltigkeit im Alltag betrifft auch Deine Finanzen. Wähle Bank und Geldanlagen nach ethischen und ökologischen Kriterien aus. Hier bewegst Du mit einer einzigen Entscheidung oft mehr als mit hundert kleinen im Supermarkt.
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Global und lokal: Die 17 Ziele der Nachhaltigkeit

In ihrer Agenda 2030 haben die Vereinten Nationen 17 Nachhaltigkeitsziele definiert. Es geht unter anderem um die Bekämpfung von Armut und Welthunger, um Bildung, Gerechtigkeit, Frieden, menschenwürdige Arbeit, Wirtschaftswachstum und Klimaschutz. Alle Staaten sind aufgefordert, ihr Handeln danach auszurichten. Auch Deutschland hat sich zur Umsetzung bekannt.
- Ziel 1: Armut in jeder Form und überall beenden
- Ziel 2: Ernährung weltweit sichern
- Ziel 3: Gesundheit und Wohlergehen
- Ziel 4: Hochwertige Bildung weltweit
- Ziel 5: Gleichstellung von Frauen und Männern
- Ziel 6: Ausreichend Wasser in bester Qualität
- Ziel 7: Bezahlbare und saubere Energie
- Ziel 8: Nachhaltig wirtschaften als Chance für alle
- Ziel 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur
- Ziel 10: Weniger Ungleichheiten
- Ziel 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden
- Ziel 12: Nachhaltig produzieren und konsumieren
- Ziel 13: Weltweit Klimaschutz umsetzen
- Ziel 14: Leben unter Wasser schützen
- Ziel 15: Leben an Land
- Ziel 16: Starke und transparente Institutionen fördern
- Ziel 17: Globale Partnerschaft
Ökologischen Fußabdruck berechnen: einfach online
Deinen persönlichen Fußabdruck ermittelst Du am schnellsten mit einem CO2-Rechner. Der CO2-Rechner des Umweltbundesamtes braucht rund 10 bis 20 Minuten und rechnet mit deutschen Daten. Halte Heiz- und Stromkostenabrechnung sowie den Kilometerstand Deines Autos bereit. Am Ende zeigt Dir ein Szenario-Tool, welche Maßnahme in Deinem Fall wie viel bringt. Genau das ist der schnellste Weg zu den zwei oder drei Hebeln, die sich für Dich wirklich lohnen.
Nachhaltigkeit an der CBS
Unsere Mission lautet „creating tomorrow", für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft. Die CBS bekennt sich zu den Zielen der Vereinten Nationen und ist freiwillig dem UN Global Compact beigetreten.
In der Praxis heißt das zweierlei. Erstens: Wir forschen zum Thema. Im Center for Advanced Sustainable Management (CASM) arbeiten Wissenschaft, Wirtschaft und Politik an Fragen zu CSR, internationaler Wirtschaftsethik und Social Innovation. Im White Paper zu integrierter Nachhaltigkeit haben über ein Dutzend CBS-Expert:innen aus Betriebswirtschaft, Ethik, Psychologie und Ingenieurwissenschaft ihr Wissen zusammengeführt.
Zweitens: Nachhaltigkeit ist Querschnittsthema in der Lehre. Kreislaufwirtschaft, ethische Führung und Lieferkettenverantwortung gehören fest zu unseren wirtschaftswissenschaftlichen Modulen. Wer das vertiefen möchte, kann sich im Master Nachhaltigkeitsmanagement berufsbegleitend spezialisieren. Im Mittelpunkt stehen dort Nachhaltigkeitsberichterstattung, Transformationsmanagement und nachhaltige Produktion. Das Programm ist nicht-konsekutiv, ein fachfremder Bachelor ist also kein Ausschlusskriterium.
Auch auf unseren Campussen reduzieren wir unseren eigenen Fußabdruck, unter anderem durch die komplette Umstellung auf Ökostrom. Mehr dazu findest Du unter Verantwortung an der CBS.
Fazit: Mach mit und feiere Deine Erfolge
Unsere Liste mit Tipps für eine nachhaltige Lebensweise ist lang geworden. Du kannst unmöglich alles umsetzen, aber jede Aktion hilft. Manche Dinge haben großen Effekt, manche einen kleineren. Mal fällt Dir nachhaltiges Handeln leicht, mal fehlt die Energie, etwas zu ändern. Das ist menschlich, wie mit den guten Vorsätzen an Silvester. Indem Du mit anderen darüber sprichst, wie wichtig Dir das Thema ist und wie Du mit Rückschlägen umgehst, setzt Du ein Zeichen und begeisterst andere. Und wenn Du Nachhaltigkeit beruflich zu Deinem Thema machst, bewegst Du noch einmal deutlich mehr. Mach das, wozu Du Lust hast, und feiere Deine Erfolge.
Nachhaltiger leben, nachhaltiger studieren?
Mit einem Studium an der CBS kannst Du nicht nur Deine beruflichen Ziele verfolgen, sondern auch aktiv einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Entdecke unsere Studiengänge, die Dir helfen, eine nachhaltige Zukunft zu gestalten!
Nachhaltiger leben, nachhaltiger studieren?
Mit einem Studium an der CBS kannst Du nicht nur Deine beruflichen Ziele verfolgen, sondern auch aktiv einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Entdecke unsere Studiengänge, die Dir helfen, eine nachhaltige Zukunft zu gestalten!





