Kunst und Wirtschaft an der Cologne Business School


Seit 2013 öffnet sich die CBS dem spannenden Dialog zwischen Kunst und Wirtschaft. Zielpublikum und Gäste der unterschiedlichen Veranstaltungen und Projekte sind neben den Studenten der CBS Wirtschaftsfreunde & Kunstinteressierte aus Köln und der Region. Im Dialog auf Augenhöhe und mit verschiedenen Kooperationspartnern wollen wir in unterschiedlichen Formaten gemeinsam Ideen entwickeln und dabei künstlerische Prozesse, Strategien sowie Kompetenzen in Wechselwirkung zu zeitgemäßen Praktiken der Wirtschaft bringen. Der Dialog zwischen Kunst und Wirtschaft ist heutzutage einerseits selbstverständlich. Schlagwörter wie Creative Industries sind Jahrzehnten in aller Munde und Kultursponsoring sowie Public Private Partnership ein beliebtes Konzept zur Förderung kultureller Verantwortung von Unternehmen. Trotzdem bleiben auf der anderen Seite zahlreiche Widersprüche und Missverständnisse zwischen den Kooperationspartnern aus dem kulturellen Umfeld und der Wirtschaft bis heute bestehen.

Uns geht es um ein besseres Verständnis der jeweils anderen Seite. Wir sind der Meinung, dass die Wirtschaft zunehmend das kreative Potential der Künste entdeckt, um künstlerische Prozesse und Strategien mit zeitgemäßen Praktiken des Managements und Innovationstheorien in Verbindung zu bringen. Sind Künstler heutzutage zu Ideenmanagern mutiert, gestalten sie etwas Exemplarisches, etwas was Strukturen aufzeigt? Die meisten Künstler wollen frei sein. Ist ihre Kunst autonom oder zumindest innerhalb des Kunstbetriebes, der Aufführungspraxis und anderer Verwertungszusammenhänge heteronomen Zielvorstellungen unterstellt? Kommt Kunst keinem Auftrag nach, wem nützt sie dann? Oder muss Kunst frei und unverwertbar sein, um innerhalb der Gesellschaft eine spezifische Wirkung zu erlangen? Ein Widerspruch? Was will die Wirtschaft von der Kunst?

Die Hochschule möchte ihren Studierenden neben wirtschaftlichem Fachwissen auch kulturelle Einsichten und künstlerisch-kreative Denkweisen vermitteln. „Kunst hat die Kraft, Ideen zu entwickeln, die bislang schlicht nicht denkbar waren", erläutert die Präsidentin der mehrheitlich englischsprachigen Einrichtung, Prof. Dr. Elisabeth Fröhlich: „Wir sehen uns als internationale, private Hochschule in der Verantwortung, unseren Studenten ein möglichst breit gefächertes Verständnis für kulturelle Unterschiede und künstlerische Strategien einer globalisierten Welt mitzugeben." Dazu gehöre es auch, so Fröhlich, „jenseits der Notwendigkeiten eines strukturierten Studiums, traditionelle Wertvorstellungen herauszufordern und den erlernten Glauben an die eigene Kultur in Frage zu stellen." Neben unserem Bildungsauftrag als Hochschule suchen wir das forcierte Gespräch mit Akteuren aus Kunst, Kultur und der Wirtschaft sowie ein gesellschaftlich interessiertes Publikum.


© R. Schappert